Waffeleisen Mit Herausnehmbaren Platten

Waffeleisen Mit Herausnehmbaren Platten. Ein Waffeleisen ist ein Küchengerät zur Herstellung von Waffeln, Waffeln, Rippchen und ähnlichen Köstlichkeiten. Croissant-Eisen, Bügeleisen und (Eiser-)Torteneisen sind nur einige der anderen Namen für dieses Gerät. Waffeleisen wird auch als Wirtseisen zur Herstellung von Waffeln bezeichnet. Waffeleisen sind hinsichtlich ihrer Herkunft und erstmaligen Verwendung noch eingehend untersucht. Sie waren in Frankreich (gaufrier) im 12. und 13. Jahrhundert, in den Niederlanden um 1300 und in West- und Mitteleuropa ab dem 14. Jahrhundert verbreitet. Auch in Österreich, der Schweiz und Italien gibt es sehr gut gezogene Eisen. [1] Vorformen wurden auf Friedhöfen aus der Wikingerzeit in Schweden und Norwegen entdeckt, wo Backeisen mit runden Platten aus dem 7. bis 10. Jahrhundert schmucklos in Frauengräbern gefunden wurden. [2] In der Normandie wird im 9. Jahrhundert ein Waffeleisen ([ferrum] oblatorium) beschrieben, das möglicherweise zum Backen von Hostien verwendet wurde. [3] Laut dem Volkskundler Ernst Thiele geschah die Herstellung solcher Eisen gleichzeitig sowohl im religiösen als auch im nichtkirchlichen Bereich.

Waffeleisen Mit Herausnehmbaren Platten
Waffeleisen Mit Herausnehmbaren Platten

Waffeleisen bestehen aus zwei Eisenplatten. Das Äußere ist glatt, während das Innere ein Waben- oder Dreiecksmuster, eine Inschrift oder Bildmotive aufweist und als Negativmatrix für die zukünftige Waffelform dient. Du brauchst immer zwei Eisen, eines für die untere Hälfte und eines für den oberen Teil. Beide Teile sind in der Regel gelenkig miteinander verbunden und mit zwei Stangen als Griff versehen, ähnlich einer Zange. Beim Backen über offenem Feuer waren lange Stiele erforderlich, um den richtigen Abstand zu den Flammen zu gewährleisten. [5] Seit dem Mittelalter werden einzelne Waffeleisen in Handarbeit hergestellt. Mit der Industrialisierung in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts wurden sie an bestimmten Orten in einem Gesenk geschmiedet und dann ohne besonderen Einzelschmuck in Serie gegossen. 1830 bot die Solinger Firma “Schnitzler und Kirschbaum (Werkzeuge und Kleineisenwaren)” geschmiedete, gravierte Waffeleisen mit folgenden Mustern an: “Rechteckige Teller mit breiten, quadratischen Waffeln […]; Herzförmige Teller mit Rauten- geformte Waffel […]; runde Teller mit schmalen, quadratischen Waffeln und einem Bordürenornament aus Halbkreisen und Dreiecken” [6] Ernst Thiele traf in den 1930er Jahren in Fläming und Ostfriesland Schmiede, die gelegentlich handgeschmiedete Waffeleisen herstellten. [7] Seit dem 15. Jahrhundert werden in Frankreich rechteckige Versionen der zunächst runden Teller hergestellt. Von den Niederlanden bis Brandenburg verbreitete sich diese Praxis. Andere Orte (Süddeutschland, Österreich, Schweiz, Ostfriesland, Westfalen, Niedersachsen) setzten ganz oder überwiegend auf Rundeisen, während Skandinavien beides hatte. [8] Im Jahr 1903 erhielt Italo Marchiony, ein italienisch-amerikanischer Eishändler, ein Patent für ein Waffeleisen zur Herstellung von Eistüten. Infolgedessen wird dem New Yorker die Erfindung der Eistüte zugeschrieben. [9] Waffeleisen sind in runder und rechteckiger Form erhältlich und werden elektrisch beheizt. Sie beinhalten eine Antihaftbeschichtung und einen Temperaturregler. Die Verwendung von langen Stielen ist nicht mehr notwendig. Waffeleisen und Sandwichtoaster funktionieren beide auf der gleichen Basis. Die Stromversorgung erfolgte lange Zeit über einen Gerätestecker, der wie bei anderen heißen Geräten wie dem Bügeleisen als Waffeleisenstecker bekannt war, aber aus Sicherheitsgründen nicht mehr verwendet wird. Waffeln waren ein beliebter festlicher Leckerbissen zu Silvester, Hochzeiten und Fasching, wenn sie an Sklaven und Mägde verteilt wurden oder als Dankeschön für gute Wünsche. Die visuelle und sprachliche Gestaltung wurde eigens für diese Veranstaltungen entworfen und wurde vom kreativen Stil der Zeit beeinflusst. Waffeleisen waren im Zubehör der Hochzeitsgesellschaft enthalten. [10] Seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurden reiche Gravuren auf Waffeleisen entdeckt. Obwohl das gleiche Thema für mehrere Eisen diskutiert wurde, gibt es nur wenige Fälle, in denen die Art der Darstellung übereinstimmt. In den meisten Fällen blieben die Schöpfer des Eisens mit Ausnahme von Vor- oder Nachnamen unbekannt. Mit dem Einsatz industrieller Schmiede- und Gusstechniken in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verschlechterte sich das ästhetische Aussehen von Eisen. [11] Das Muster auf den gesenkgeschmiedeten Eisen war immer noch konsistent. Die im Gussverfahren hergestellten Gadgets hatten keine besonderen Juwelen und haben keine, abgesehen von einem Wabendesign oder ähnlichem.

Waffeleisen Mit Herausnehmbaren Platten
Waffeleisen Mit Herausnehmbaren Platten

Spätestens seit dem 15. Jahrhundert werden geschmiedete Eisen nach Thieles Beobachtung [12] mit drei grundlegenden Methoden verziert:

Meißeltechnik: Mit einem Handhammer wurde ein Kreuz- oder Flachmeißel in der linken Faust geschlagen. Dieser rudimentäre Ansatz könnte verfeinert werden, um nahezu perfekte Muster zu erzeugen.

Waffeleisen Mit Herausnehmbaren Platten

Waffeleisen Mit Herausnehmbaren Platten
Waffeleisen Mit Herausnehmbaren Platten

Graviertechnik: Die Arbeit erfolgte komplett von Hand, ohne Verwendung eines Hammers. Die Linien der Grafik wurden von der Eisenplatte abgerissen. Locher neben Locher, Bereiche wurden in der Regel mit Strichen oder Markenzeichen ausgefüllt.

Arbeiten mit Formstempeln: Formstempel wurden verwendet, um wiederkehrende Merkmale vondie Bilddarstellung und Dekoration (Kreuze, Kreise, Tierformen).

Waffeleisen Mit Herausnehmbaren Platten
Waffeleisen Mit Herausnehmbaren Platten

Viele Eisen wurden laut Thiele ohne Schablone gefertigt, andere weisen ein durchdachtes Gesamtdesign auf. Ein gehämmerter Mittelpunkt, auf den die zusätzliche Konstruktion des Bildes gerichtet ist, ein zentrales Bild als Dekoration und eine Inschrift oder ein Ornament am Rand sind übliche Merkmale von Rundeisen. Auf rechteckigen Eisen können Beschriftungen oder Bildfolgen von links nach rechts angeordnet werden. Textlich verzierte Bügeleisen spielen auf das Gebäck oder den Backanlass an. Das Etikett kann den Namen, die Anstellung und die Adresse des Kunden sowie den Namen der Braut, zu deren Aussteuer das Waffeleisen gehörte, oder der Name der Person, die das Geschenk überreicht, enthalten. Bibelzitate und religiöse Inschriften waren weit verbreitet. Bei einigen Bügeleisen wurde das Herstellungsjahr hinzugefügt. [13]

Waffeleisen Mit Herausnehmbaren Platten
Waffeleisen Mit Herausnehmbaren Platten

Wappen und Hausmarken, Männer und Frauen oder Darstellungen und Symbole, die auf die Berufung des Kunden oder Besitzers des Bügeleisens anspielten, wurden als bildhafte Gestaltungselemente für Waffeln eingesetzt und gaben den Backwaren eine persönliche Note. Auch Staatswappen wurden gezeigt. Pferde und Rehe sowie Einhörner, Vögel und Hähne wurden oft in Tierbildern gezeigt, auch in Jagdszenen. Bäume gibt es in einer Vielzahl von Formen und Größen sowie mit Symbolen wie Herz, Stern und Rosette. [14] Religiöse Themen wie Waffeleisen und Gebäckdekorationen waren an die Backanlässe gebunden: Zum Jahreswechsel und bei Hochzeiten zeigten sie die “religiöse Beziehung der Menschen zu Gott”. [15] Während das Kreuz, das Christusmonogramm IHS und das Lamm Gottes die Motive waren, auf denen die Oblaten prangten, zeigten die weltlichen Waffeleisen eine Vielzahl von dargestellten Themen und Symbolen. Das “Lamm Gottes” wurde oft als Symbol für Jesus Christus, die Kreuzigung und den Moment gemalt, in dem Christus aus dem Grab auferstanden ist. Die Wiege und die Taufe Jesu werden selten gezeigt. Adam und Eva sowie andere alttestamentliche Charaktere wie Joshua und Caleb waren beliebt. Unter den Heiligen war St. George ein beliebtes Thema. [16]

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